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Zwickau - NEU IM MUSEUM - Das Gemälde “Brücke” von Max Pechstein

Zwickau - NEU IM MUSEUM - Das Gemälde “Brücke” von Max Pechstein

1921 malte Max Pechstein (1881–1955) das 80 mal 100 Zentimeter große Bild mit Ölfarben auf Leinwand. Fast 100 Jahre später konnte es 2020 mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Hermann Reemtsma Stiftung und der Ernst von Siemens Kunststiftung für die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum angekauft werden und ist nun Teil der Sonderausstellung „Seegewohnheiten. Max Pechstein: Fotografie“ (21. Mai bis 11. September 2022).

 

Gleich die erste Ausstellung widmete er Max Pechstein: Als Hildebrand Gurlitt 1925 der erste hauptamtliche Direktor des damaligen König-Albert-Museums in Zwickau wurde, sollte auch die zeitgenössische Kunst in das 1914 eröffnete Haus einziehen. Ihm ist 1926 der Erwerb zweier Pechstein-Gemälde zu verdanken, darunter das Ölgemälde „Stilleben mit Fruchtschale“ (1912). Erst nach der politischen Wende 1989 gelang es, die Sammlung an Pechstein-Gemälden gezielt auszubauen, so dass 2014 das Max-Pechstein-Museum als weltweite einzige Dauerausstellung, die dem Expressionisten gewidmet ist, eröffnet werden konnte.

 

Dr. Petra Lewey, Leiterin der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum: „Mit dem Gemälde „Brücke“ können wir die Sammlung um ein weiteres herausragendes Werk von Max Pechstein bereichern. Das qualitätvolle Gemälde aus dem Jahr 1921 repräsentiert einen für Max Pechstein wichtigen und über viele Jahrzehnte prägenden Schaffensort.“ Das Gemälde „Brücke“ entstand 1921 während Pechsteins erstem Aufenthalt an der pommerschen Ostseeküste. Die Gegend um Leba und Rowe inspirierte ihn zu zahlreichen Motiven. Darunter befand sich auch der sich durch Leba ziehende Mühlgraben. In diesem Bild hat der Maler die große Holzbrücke, die den Kanal überspannt, bildbestimmend in Szene gesetzt. Das Werk steht am Anfang einer Motivreihe, die der Künstler während seiner jährlichen Sommeraufenthalte in Pommern immer wieder verfolgte. Das Bild repräsentiert eines der bedeutendsten Kapitel im Leben wie Schaffen des Zwickauers.

 

Gerade die starke Bindung an Land und Leute der Region in Leba blieb für Pechstein und seine Kunst bis zum Lebensende identitätsstiftend. Pechstein verbildlichte in den Leba-Landschaften seine Vision von Harmonie und dem Ideal eines Lebens im Einklang mit der Natur. Das Bedürfnis nach Ruhe und Naturerleben hat Pechstein in einem undatierten Brief an den Mäzen Walter Minnich formuliert: „Daß mich aber die Stadt bedrückt, und gelegentlich auch lähmt, will ich gern zugeben, ich brauche Luft, Himmel, weiten Blick um mich. ]…] freue mich bald wieder losfahren zu können, und ungehindert in der Natur zu leben.“

 

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